Symbol der Calvary Chapel

Was Calvary Chapel lehrt

Mit dieser Zusammenstellung möchten wir Ihnen Hintergrundwissen zur Calvary Chapel, unserem Projektpartner in Bangalore / Indien zur Verfügung stellen.
Es basiert auf einer Schrift von Larry Taylor in einer Übersetzung von Ingrid Sieverding.


Was Calvary Chapel lehrt

Geschichtlicher Hintergrund

Calvary Chapel begann in den späten Sechzigern als eine kleine nichtkonfessionelle Kirche mit 25 Mitgliedern. Chuck Smith war ihr Pastor. Gegen Ende dieses Jahrhunderts ist diese Calvary Chapel von Costa Mesa das Zuhause für über 30.000 Gläubige geworden. "The Word for Today" bringt Bibelstudien, Bücher und Tonbänder heraus und verbreitet sie weltweit.
Über den Sender "KWVE" (Koinonia-Wave) wird Gottes Wort im ganzen südlichen Kalifornien ausgestrahlt, und Calvary Chapels Bible College bietet Bibelunterricht für tausende von Studenten in Twin Peaks/Kalifornien und an über 20 weiteren Einrichtungen weltweit an. Aufgrund dieses Wachstums zu einer der größten christlichen Bewegungen in den USA, fragen viele Christen, was genau bei Calvary Chapel geglaubt wird, was das "Unverwechselbare" im Vergleich mit anderen christlichen Gruppen ist. Wir waren immer sehr zögerlich, wenn es darum ging, diese Fragen zu beantworten. Nicht etwa, weil wir in unserem Glauben unsicher gewesen wären, sondern weil wir immer vorsichtig darauf bedacht waren, keine Trennung im einheitlichen christlichen Glauben zu verursachen.
Überhaupt, was wirklich zählt, ist, was wir als Christen gemeinsam haben: die "grundlegenden" Wahrheiten: die Unfehlbarkeit des Wortes Gottes, die Jungfrauengeburt Christi, sein sündenloses Leben, sein Opfertod für unsere Sünden, seine leibliche Auferstehung, sein Auffahren zur Herrlichkeit Gottes und persönliche Wiederkunft. Das sind die essentiellen Wahrheiten des Christentums.
Rückt man von diesen "Grundwahrheiten" ab und betont weniger wichtige, riskiert man neue Abgrenzungen unter den Christen. Genau das will Calvary Chapel nicht. Es sei noch einmal betont, daß Christen aus verschiedenen konfessionellen Kirchen und anderen protestantischen Gruppen etwas über unsere Lehre erfahren wollten. Deshalb wurde diese Schrift erstellt. Wir wollen uns damit nicht von anderen Gläubigen abgrenzen, vielmehr sehnen wir uns nach der Einheit innerhalb des Gottesvolkes über alle unterschiedlichen Benennungen hinaus. Auch in unseren eigenen Reihen herrscht eine große Flexibilität, was verschiedene Überzeugungen in Nebenfragen betrifft.
Calvary Chapel Seelsorger sind nicht "Abbilder" voneinander, die alle exakt das Gleiche glauben. Es gibt und es bleiben Unterschiede, die Calvary Chapel einzigartig erscheinen lassen und auch unseren Auftrag deutlich machen.

Die Balance

Nach allgemeiner Auffassung wird Calvary Chapel in der heutigen protestantischen Theologie als die Mitte zwischen Evangelikalen und Charismatikern angesehen. In der Tat glauben wir auch, daß dies zuletzt Teil der Absicht Gottes ist, warum er diesen Dienst ins Leben gerufen hat.
Evangelikaler Glaube ist eine Seite des Protestantismus, der an der wörtlichen Interpretation der Schrift festhält und glaubt, daß sie göttlich inspiriert und einzig ist. Die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens werden hervorgehoben. Obgleich die modernen Medien und die liberale Theologie die Evangelikalen gerne als "zurückgeblieben" und "bemitleidenswert" hinstellt, ist doch die Wahrheit, daß der evangelikale Glaube die Einheit des Wortes Gottes bewahrt und an den Grundwahrheiten des christlichen Glaubens festgehalten hat.
Charismatischer Glaube entstand als eine neuzeitliche Bewegung aus der pfingstlichen Erweckung in Los Angeles zu Beginn des 20. Jahrhunderts und brachte verschiedene Ausprägungen hervor, die vor allem die Fülle des Heiligen Geistes und die Ausübung geistlicher Gaben in den Vordergrund stellten, die im Lauf der Jahrhunderte in den meisten Kirchen eingeschlafen waren. Auch diese Richtung des Christentums wird gerne von der liberalen Theologie und den Medien kritisiert. Hier lautet der Vorwurf, daß sie zu emotional in ihrem Glauben sei. Pfingstler und Charismatiker brachten jedoch der Christenheit das Nachdenken über die Bedeutung der Geistesgaben und ihrer Kraft für die Gläubigen unserer Tage zurück.
Mit den Jahren jedoch tendierte die evangelikale Richtung in ihrem Festhalten an der Integrität des Wortes Gottes zu Starrheit und Gesetzlichkeit. Die aktive Ausübung geistlicher Gaben wurde verneint.
Ähnlich auch die Entwicklung der charismatischen Richtung. Hier wurde vieles sehr enthusiastisch und emotional gesehen und auf Kosten der grundlegenden Lehre des Wortes Gottes gehandhabt.
Calvary Chapel lebt in der Ausgewogenheit zwischen den beiden Richtungen. Bei Calvary Chapel glauben wir an die Gaben des Heiligen Geistes, wie sie in der Bibel erwähnt werden. Und wir ermutigen Christen, sie auszuüben, aber diese Ausübung bleibt immer dem Wort Gottes untergeordnet, das wir als das Zentrum unseres Glaubens ansehen.
Um Pastor Chuck Smith zu zitieren: "Wir glauben an die Gaben des Heiligen Geistes, wie sie in der Schrift erwähnt werden, und daß sie auch für heute noch Gültigkeit haben, wenn sie auf der Basis der biblischen Leitlinien ausgeübt werden. Wir als Gläubige sind angehalten, um die besten Gaben zu bitten und sie in Liebe auszuüben, damit der Leib Christi errichtet werden kann. Wir meinen, daß die Liebe wichtiger ist als die größten und spektakulärsten Gaben und dass ohne diese Liebe alle Ausübung geistlicher Gaben wertlos ist."
Aufgrund dieser Einstellung geht es in den Gottesdiensten der Calvary Chapel vornehmlich um die Lehre des Wortes Gottes. In besonderen Gebetsversammlungen können geistliche Gaben unter der Leitung reifer Christen frei ausgeübt werden. Viele Pfingstler und Charismatiker denken, daß Calvary Chapel nicht emotional genug sei, und viele Evangelikale halten uns wiederum für zu emotional. Unsere Ausgewogenheit ist, meiner Meinung nach, ein Anzeichen dafür, daß wir gerade da sind, wo Gott uns haben will.
Außerdem weicht Calvary Chapel in der Kirchenverfassung von den meisten anderen Kirchen ab. Die meisten Kirchen haben entweder eine kongregationale Form der Kirchenleitung, eine presbyterianische oder eine bischöfliche (episkopale) Form. Diese drei Begriffe sollte man nicht mit den Konfessionen, die denselben Namen tragen, verwechseln, denn auch andere Kirchen mit ganz unterschiedlichen Bezeichnungen gebrauchen ebenfalls eine dieser Formen für ihre Kirchenverfassung.
Die kongregationale Form der Kirchenleitung ist eigentlich eine amerikanische Erfindung und appelliert an unser amerikanisches Demokratieverständnis. Grundsätzlich trifft die Gemeinde als Ganzes alle Entscheidungen für die Kirche durch Abstimmung über wichtige Fragen und wählt aus ihren Reihen Ausschüsse, um die alltäglichen Angelegenheiten der Kirche zu erledigen. In der Regel sind die Kongregationalisten, Baptisten, Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und viele nichtdenominationelle Kirchen in dieser Weise organisiert. Die Gemeinde entscheidet über die Anstellung eines Pastors, stimmt über die Verwendung der Finanzen sowie über andere wichtige Entscheidungen ab. Obwohl gerade demokratisch gesinnte Menschen diese Art der Amtsführung schätzen, führt sie doch oft dazu, daß der "Hirte" (Pastor) von den "Schafen" gelenkt wird, die er eigentlich "leiten" sollte. Im ungünstigsten Fall wird er zum "Mietling" reduziert.
Die episkopale (bischöfliche) Form der Kirchenleitung, wie sie von der Episkopalkirche, der Anglikanischen Kirche, der Katholischen Kirche, den Orthodoxen und den Methodisten (um nur einige zu nennen) praktiziert wird, beinhaltet die Kontrolle durch eine kirchliche Hierarchie, die jedoch mit unterschiedlichen Namen bezeichnet werden kann. Grundsätzlich gibt es einen Bischof oder jemanden in ähnlicher Position, der über die Kirche wacht. Er ernennt Pastoren (Priester), setzt die Kirchenpolitik fest, und gibt die Richtung für die örtlichen Versammlungen vor. Diese Art der Amtsführung hat ihr Vorbild in den europäischen Monarchien und läßt dem Pastor und der Gemeinde unglücklicherweise nur kleine Freiheiten, der Leitung des Heiligen Geistes zu folgen.
Die presbyterianische Form, die typisch für Presbyterianer und Reformierte ist, legt die Entscheidungen der Kirche in die Hände einer auserlesenen Gruppe von Ältesten (das "Presbyterium"), die auf unterschiedlichen Wegen ernannt werden können und zwar so wie es in den verschiedenen Kirchen gehandhabt wird. Diese Ältesten stehen über dem Pastor, der wiederum über der Gemeinde steht. Das Problem auch in diesem System ist, daß der gottgegebene Leiter, der Pastor, unter die Leitung derjenigen gegeben wird, die er eigentlich leiten sollte.
Calvary Chapel Gemeinden sind anders organisiert. Die Kirchenleitung bei Calvary Chapel ist sehr einfach strukturiert. Es gibt keine komplizierte Bürokratie; Komitees und Unterkomitees sind im Wesentlichen nicht existent. Im Grunde genommen sind wir der Überzeugung, daß der Pastor für die Kirche verantwortlich ist, er muss auf Gott hören und seine Gemeindemitglieder treu führen und lieben. In den größeren Gemeinden werden Älteste ernannt, die dem Pastor helfen, sich um die geistlichen Bedürfnisse der Gemeinde zu kümmern, wie vergleichsweise auch Diakone eingesetzt werden, um dem Pastor zu helfen, sich um die materiellen Bedürfnisse der Kirche zu kümmern.
Außerdem haben unsere Kirchen, den staatlichen Vorgaben entsprechend, Gemeindebeiräte, die abhängig von der Größe der Kirche in ihrem Umfang variieren und die sich üblicherweise aus verantwortungsvollen christlichen Geschäftsleuten zusammensetzen, die dem Pastor hinsichtlich der geschäftlichen Tätigkeiten und Entscheidungen der Kirche (z. B. Vermögensfragen, Investitionen) mit fachlichem Rat zur Seite stehen. Bei Calvary Chapel ist die kirchliche Organisation zweitrangig, und es wird nur soviel Organisation ins Leben gerufen, wie wirklich für das Gemeindeleben benötigt wird. Der Pastor leitet die Gemeinde, wie er selbst seitens des Heiligen Geistes geleitet wird. Und wir vertrauen Gott, daß er Pastoren dorthin stellt, wohin er sie haben will.

Lehre

Bei Calvary Chapel glauben wir an alle grundlegenden Glaubensinhalte des protestantischen Christentums. So zum Beispiel an die Zuverlässigkeit der Bibel, daß sie, bestehend aus dem Alten und dem Neuen Testament, das inspirierte, unfehlbare Wort Gottes ist.
Wir glauben, daß Gott in Ewigkeit in drei Personen existiert: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wir glauben, daß Gottvater der personale, überweltliche und souveräne Schöpfer aller Dinge ist.
Wir glauben, daß Jesus Christus ganz Gott und ganz Mensch ist, daß er von einer Jungfrau geboren wurde, ein sündenloses Leben führte, durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz die Sühnung unserer Sünden ermöglichte, leiblich auferweckt wurde durch die Kraft des Heiligen Geistes, in den Himmel zurückkehrte, zur rechten Hand des Vaters sitzend, und immer lebt, um für uns Fürbitte zu tun.
Nach der Himmelfahrt hat Jesus seinen Heiligen Geist ausgegossen auf die Gläubigen in Jerusalem, um sie zu befähigen, seinen Auftrag auszuführen, das Evangelium in der ganzen Welt zu predigen, eine Verpflichtung, die alle Gläubigen gemeinsam haben.
Wir glauben, daß alle Menschen von ihrer Natur aus von Gott getrennt und für ihre eigenen Sünden verantwortlich sind, daß aber Erlösung und Vergebung von Sünde durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus möglich sind. Sobald ein Mensch seine Sünden bereut, Jesus Christus als seinen Erlöser und Herrn akzeptiert und seiner Rettung vertraut, wird er unmittelbar wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist begnadet; alle seine/ihre Sünden sind verziehen, und der Mensch wird ein Kind Gottes, dazu bestimmt, die Ewigkeit in seiner Nähe zu verbringen.
Wie schon erwähnt glauben wir an die Möglichkeit der richtigen Ausübung aller Gaben des Heiligen Geistes gemäß der Bibel, die größte Gabe von allen aber ist Gottes Liebe.
Wir glauben, daß das zweite Kommen Christi, um mit seinen Heiligen auf der Erde zu herrschen, persönlich und sichtbar sein wird. Dies motiviert uns zu tiefer Anbetung aus dem Herzen, hingegebenem Dienst, fleißigem Studium des Wortes Gottes, regelmäßiger Gemeinschaft mit anderen Christen und Teilnahme an der Erwachsenentaufe und dem Abendmahl.

Was wir nicht glauben

Calvary Chapel lehnt einige populäre Lehrmeinungen bestimmter christlicher Gruppen ab, die wir als nicht schriftgemäß ansehen. Das heißt nicht, daß wir die Gemeinschaft mit Christen ablehnen, die diese Meinungen vertreten. Es bedeutet vielmehr, daß wir klar und deutlich sagen, daß diese bestimmten Lehrmeinungen außerhalb der Grenzen dessen stehen, was eine Calvary Chapel Gemeinde ausmacht.
So verwerfen wir den Glauben, der von einigen Pfingstgruppen und Charismatikern vertreten wird, daß Christen dämonisch besessen sein können. Die Bibel sagt deutlich: "Größer ist er, der in dir ist, als derjenige, der in der Welt ist." Diese Aussage würde keinen Sinn machen, wenn ein Gläubiger gleichzeitig sowohl vom Heiligen Geist als auch von bösen Geistern bewohnt sein könnte. Christen können von Dämonen angegriffen werden, aber sie können nicht von ihnen besessen oder kontrolliert sein.
Außerdem lehnen wir zwei von den fünf Punkten des "5-Punkte-Calvinismus". Erstens die Lehre, daß Jesu Sühnung am Kreuz begrenzt war, indem gelehrt wird, daß er nur für eine ausgewählte Gruppe starb, seine "Erwählten", nicht für die Sünden der ganzen Welt. Bei Calvary Chapel glauben wir, daß Jesus für die Sünden aller Menschen starb und daß jeder, der will, ihn als Herrn und Erlöser annehmen kann und wiedergeboren wird. Vertreter eines strikten "5-Punkte-Calvinismus" glauben, daß nur der "Erwählte" gerettet wird und daß Gott die Anderen dazu erwählt hat, die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen.
Zweitens: Wir lehnen die calvinistische Lehre der "unaufhaltsamen Gnade" ab, daß der Mensch sich der Berufung Gottes zum Seelenheil nicht erwehren kann, selbst wenn er wolle. Stattdessen glauben wir, daß der Mensch einen freien Willen hat und sich gegen Gottes Rufen wehren kann, wenn er sich zur Ablehnung entscheidet. Deshalb müssen wir sagen, daß die, die an dem "5-Punkte-Calvinismus" festhalten, außerhalb der Grenzen stehen, was eine Calvary Chapel Gemeinde ausmacht.
Calvary Chapel verwirft auch die Lehre des "Positiven Bekennens", die weiterhin durch Vertreter der "Glaubensbewegung" als Doktrin ausgeben wird. Hier wird gesagt, daß wir als Menschen unbegrenzt Gesundheit und Reichtum haben können, weil wir, wie Gott, die Fähigkeit haben, uns durch das Bekenntnis unserer Lippen unsere eigene Realität zu erschaffen Diese Lehre beinhaltet, dass, wenn ein Mensch Gesundheit und Reichtum konsequent erbittet, er sie auch erhält. Und umgekehrt: Der Christ, der in Krankheit oder Armut lebt, lebt nicht in seinem vollen Erbe in Christus. Bei Calvary Chapel glauben wir, daß viele Gläubige, sowohl in der Bibel als auch im alltäglichen Leben heute, oft gepeinigt sind, nicht weil ihr Bekenntnis falsch wäre, sondern weil wir in einer "fremden" Welt leben.
Wir glauben, daß diese Lehre von "Gesundheit und Wohlstand" eine Perversion biblischer Aussagen ist und häufig dazu gebraucht wird, die Herde Gottes zu schröpfen. Wir glauben nicht, daß Gott von Menschen befehligt werden kann, zu heilen oder uns zu "liefern", was wir uns wünschen, sondern daß wir uns allezeit unter seinen perfekten Willen fügen sollen, sogar im Leid.
Außerdem lehnen wir die Lehre ab, die menschliche Weissagung benutzt, um das Wort Gottes zu ersetzen. Es gibt einige christliche Gruppen, die behaupten, Propheten und Apostel zu haben, die von gleicher Gültigkeit sind wie die Verfasser der Bibel. Darüber hinaus behaupten sie, daß die prophetischen Äußerungen dieser Propheten Vorrang vor dem Wort Gottes hätten. Bei Calvary Chapel glauben wir, daß die Bibel die einzige Autorität und das vollständige Wort Gottes für seine Kirche heute ist und daß keine Weissagung oder Lehre es jemals ersetzen kann.
Einige Kirchen haben menschliche Psychologie und Philosophien dieser Welt in ihre Lehrprogramme aufgenommen, die dazu führten, daß viele Predigten eher auf humanistischen Theorien als auf dem Wort Gottes basierten. Wir respektieren unsere Glaubensgenossen, die sich auf dem Feld der mentalen Gesundheit engagieren, denken aber, daß der zentrale Auftrag der Kirche war und ist, das Wort Gottes in einer verlorenen und leidenden Welt zu proklamieren.
Überdies haben wir die Erfahrung gemacht, daß humanistische Psychologie und Philosophie häufig mehr Schaden anrichten als Gutes tun und daß Menschen besser ansprechen, wenn Gottes Wort in der Kraft und Liebe des Heiligen Geistes zu ihnen kommt.
Es ist Gottes Wort, das Leben zum Besseren hin verändert. Calvary Chapel-Gottesdienste bleiben um die Lehre der Bibel zentriert.
Das bedeutet wirklich nicht, daß wir die Arbeit der vielen hingebungsvollen christlichen Psychiater oder Therapeuten beanstanden; vielmehr sind wir Gott dankbar für sie. Unser Anliegen ist einfach, daß wir in unseren Gottesdiensten, die Lehre des Wortes Gottes betonen.
Und schließlich sei noch einmal erwähnt, daß Calvary Chapel die Überbetonung der Geistesgaben und erfahrbaren Zeichen und Wunder ablehnt, wenn sie zur Ausschließung der gesunden biblischen Lehre führen. Wir betonen immer wieder, daß unser Dienst auf der Bibel basiert. Deshalb vermeiden wir besondere Programme und Gags zugunsten der einfachen Lehre des Wortes Gottes in Liebe für seine Nachfolger. In unseren Gottesdiensten konzentrieren wir uns auf eine persönliche Beziehung zu Gott durch Anbetung, Gebet, und die Lehre des Wortes. Wir kennen sowohl die auslegende als auch die thematische Arbeit am Wort. Wir erlauben während der Gottesdienste kein lautes Reden in Zungen, da wir nicht glauben, daß sich der Heilige Geist selbst unterbricht.