Aus dem Bericht von Father Henry zu den Gesundheitsstationen / Winter 2008

Gesundheitsstationen in Umuahia/Nigeria

Alle Gesundheitsstationen sind in Betrieb. Dank der Spenden der letzten Zeit ist auch der Zaun um das Schwesternwohnheim in Abiriba fertiggestellt. Die Diözese wird eine weitere Umzäu-nung um die ganze Gesundheitsstation finanzieren. Leider ist das aus Sicherheitsgründen dringend notwendig. Um auch die Station in Umuhu Ezechi effizienter betreiben zu können, wird dort noch eine Schwesternwohnheim gebaut. Bis jetzt reisen die Schwestern von Bende an, das sind ca. 20 km, die unter den gegebenen Straßenverhältnissen fast unzumutbar sind.

Father Henrys Bericht über die Gesundheitsstationen:

Abiriba: Der Zaun um das Schwesternwohnheim ist fertig. Das Bistum hat sich bereit erklärt, die weitere Umzäunung zu übernehmen. Außerdem will Bischof Lucius Schwestern aus einer anderen Kongregation einstellen. Offensichtlich klappt es mit den Schwestern der DMSM (Daughters of Mary, Sisters of Mercy) nicht so gut.
Ariam: Drei Schwestern arbeiten jetzt dort. Das Bohrloch wurde repariert. Die Station läuft gut, vor allem auch wegen des nahe gelegenen Priesterseminars.
Ugwueke: Das Problem ist, dass die Methodisten dort genau gegenüber eine Station mit einem ansässigen Arzt eingerichtet haben. Eine Zusammenarbeit ist offensichtlich nicht möglich.
Amangwu: Im Augenblick ist dort nur eine Schwester tätig. Das Problem ist hier ebenfalls, dass die Methodisten in der Nachbarschaft in Konkurrenz treten und Kleinkliniken errichten.
Itumbuzo: Die leitende Schwester hat die Leichenhalle fertiggebaut. Wenn jemand stirbt, kommen die Familienmitglieder, um ihre Toten abzuholen, die auf ihrem Compound bestattet werden. Oft muss man tagelang warten und deshalb ist die Leichenhalle wichtig. Es gibt keinen ansässigen Arzt mehr, aber ein Arzt kommt regelmäßig für kleinere Operationen wie z.B. Blinddarm-OPs. Das Klinikmobil, das wir vor drei Jahren mit dem Geld von meinem Geburtstag hatten reparieren lassen, hat endgültig den Geist aufgegeben. Die Straßenverhältnisse sind hier einfach zu schlecht.
Umuhu Ezechi: Hier hatte Bischof Lucius von Anfang an Laienschwestern engagiert. Unterstützt wurde ihr Einsatz durch das Engagement eines Regierungsbeauftragten, der in Umuhu wohnte und das Projekt unterstützte. Als dieser Mann aus Umuhu wegzog, war das Projekt in Frage gestellt. Als aber klar wurde, dass wir den Bau des Schwesternwohnheimes unterstützen würden, waren die Schwestern bereit zu bleiben.

Father Henry