Die Stationen liegen in kleinen Gemeinden im Hinterland der Diözese Umuahia. Diese Gemeinden sind auf Grund der Straßenverhältnisse nur schlecht zu erreichen. Sie waren bis zum Einsatz des Klinikmobils schlecht oder überhaupt nicht an die medizinische Versorgung angeschlossen. Das Klinikmobil machte oft in Kirchen oder Schulen Station und es war die einzige Art der medizinischen Grundversorgung. Wenn, wie in der Regenzeit häufig, die Strassen unpassierbar waren, blieben diese Dorfgemeinschaften von jeder medizinischen Versorgung abgeschnitten.
Die Grundstücke, auf denen die Gesundheitsstationen errichtet wurden und werden, sind von den örtlichen Gemeinden oder Privatpersonen zur Verfügung gestellt worden. Die dörfliche Gemeinschaft übernahm und übernimmt auch die vorbereitenden Arbeiten, wozu auch das Roden und Planieren der Grundstücke gehört. Planung, Bau und Ausführung übernimmt die Diözese Umuahia. Auch die laufenden Kosten der Gesundheitsstationen trägt das Bistum.
Alle Stationen werden von Schwestern des einheimischen Ordens DMMM (Daughters of Mary Mother of Mercy) betreut. Die Schwestern haben eine Ausbildung als Krankenschwester und teilweise auch als Hebamme. Der Orden kommt für die Versorgung der Schwestern auf, sie betreiben zum Teil aber auch kleine Landwirtschaften, durch die sie praktisch Selbstversorger sind.
Kranke bezahlen so viel sie können. Es werden aber auch Patienten ohne bezahlen zu müssen behandelt, wenn sie sich eine Behandlung nicht leisten können. Dies gilt auch für Medikamentenkosten. Auch hier tragen alle, die das Geld aufbringen können, die Kosten selber, jedoch wird niemandem eine medikamentöse Behandlung verwehrt. Wenn sie stationär behandelt werden müssen, werden die Kranken durch Angehörige mit Lebensmitteln versorgt.
Die Gesundheitsstationen stehen allen Patienten zur Verfügung, unabhängig von ihrer Religions- und ethnischen Zugehörigkeit.
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Diese Baupläne werden in Nigeria von Architekten erstellt. |
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Gebaut 1993/94
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| Das Hauptgebäude ist immer auch von Nebengebäuden, die z.B. die Sanitäreinrichtungen enthalten, umgeben. |
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| Schwesternhaus Ugwueke im Rohbau | ||
![]() Infusion |
![]() Mischkultur in kleinflächigem Anbau |
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Mit dem Bau der ersten Station wurde im September 1993 in Ugwueke begonnen. Grundstück und Arbeitskräfte für die einfacheren Arbeiten stellte die Gemeinde selbst. Das Geld für die übrigen Kosten stellte der EWK St. Nikolaus Wolbeck zur Verfügung. Die Einweihung und Eröffnung erfolgte an Christi Himmelfahrt 1994. Auf Bitten der Bevölkerung wurde die Station aufgewertet zu einem Kleinstkrankenhaus mit Entbindungsstation und acht Erwachsenen- und drei Kinderbetten. Drei Ordensschwestern, eine Laienschwester und ein Nachtwächter sind dort im Einsatz. In regelmäßigen Abständen kommt ein Arzt.
Nachdem die Gesundheitsstation schon im ersten Jahr großen Zuspruch fand, haben die Leistungen im zweiten Jahr erheblich zugenommen. Es wurden rund 1600 Patienten ambulant und 46 stationär behandelt. Im gleichen Zeitraum wurden 50 Kinder geboren.
Bei einem Besuch im März 1997 konnten Mitglieder des EWK die segensreiche Arbeit miterleben. Da sie aber auch feststellen mussten, dass die Ausstattung mit medizinischen Einrichtungen allzu dürftig war, stellte der dortige OWC (ONE-WORLD-CIRCLE) gemeinsam mit dem EWK im Sommer 1999 einen Antrag an MISEREOR auf finanzielle Unterstützung für eine bessere medizinische Ausstattung. Diesem Antrag wurde stattgegeben.
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Gebaut 1995/96
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Das Hauptgebäude der "Maternity Health Clinic St. Josef" und die Apotheke mit ihrer kargen Bestückung. |
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Im Mai 1994 wurde mit dem Bau der zweiten Gesundheitsstation begonnen. Diese musste auf Anordnung der Regierung größer gebaut werden als die in Ugwueke. Bei einem Besuch am 01.07.1995 berichtete Bischof Lucius, dass der Rohbau fertiggestellt sei und die Menschen vor Ort, die auch hier Grundstück und Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt hatten, sich mit großer Freude für die Hilfe bedankten. Im November 1996 wurde sie als "Maternity Health Clinic St. Joseph" eingeweiht und eröffnet.
Bei ihrem Besuch 1997 mussten Mitglieder des EWK feststellen, dass die Station zwar in Betrieb war und die Menschen große Hoffnungen in sie setzten, es aber an ausreichender Ausstattung mangelte. Die Schwestern arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen. Bischof Lucius hatte bei MISEREOR einen Antrag auf finanzielle Förderung der Ausstattung gestellt.
Nach dem Besuch suchten Mitglieder des EWK gemeinsam mit Dr. Francis Nwaiwu, dem Ansprechpartner des OWC/Umuahia, persönlich das Gespräch in Aachen. Danach wurden von MISEREOR 18.000,- DM bewilligt.
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Gebaut 1998/99
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"Straßen" sehen anders aus als bei uns und verlangen Fahrzeugen viel ab. |
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Nachdem der EWK St. Nikolaus Wolbeck durch die Weihnachtsspendenaktion der Westfälischen Nachrichten 1997/98 das nötige Geld erhalten hatte, wurde noch im Frühjahr 1998 die dritte Gesundheitsstation in Itumbuzo/Bende geplant.
Durch widrige Umstände sowohl bei der Beschaffung des Grundstücks als auch durch außergewöhnlich schlechte Witterungsbedingungen verzögerte sich der Bau. Er wurde im Oktober 1999 fertiggestellt und in Anwesenheit des Vorsitzenden des EWK St. Nikolaus Wolbeck, Franz-Josef Klee, eingeweiht.
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Gebaut 1999/2000
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Mit großem Einsatz und eher einfacheren Methoden werden alle Stationen gebaut. |
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Mit dem Bau der vierten Gesundheitsstation wurde im Juli 1999 begonnen. Er wurde finanziert zu einem Viertel aus Eigenmitteln des EWK (Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Restgeldern der WN-Spendenaktion) und zu drei Vierteln aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es war dies das erste Projekt des EWK, das durch das BMZ gefördert wurde. Fertigstellung der Station war noch 1999.
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Die Einweihungen sind mit grossen Zeremonien verbunden, hier die Würdenträger der Gemeinden. |
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Gebaut 2001/02
![]() Abiriba in der Außenansicht |
![]() Aufgang zur Station Abiriba |
![]() Baustelle des Schwesternkonvents |
Am 07. Dezember 2001 konnte nach knapp einjähriger Bauzeit die fünfte Gesundheitsstation in Abiriba, L.G.A Ohafia eröffnet werden.
Abiriba liegt ca. 50 km nordöstlich von Umuahia. Zum größeren Zentralort gehören 18 Dörfer mit ca. 15.000 Menschen. Die Gesundheitsstation liegt in Ama Court, nur wenige Fahrminuten vom Zentrum entfernt, inmitten von recht steilen Hügeln an einem Hang auf schwierig zu erschließendem Gelände. Sie besteht aus zwei größeren Gebäudekomplexen: der eigentlichen Station mit zwei Mehrbettkrankenräumen, Sanitär- und div. Behandlungsräumen und einem Schwesternwohnheim.
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Gebaut 2002/04
![]() Umuhu Ezechi / |
![]() Feierliche Einweihung |
![]() Segnung durch einen Vertreter des Bischofs |
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![]() Frauengruppe vor dem Tanz |
![]() Frauengruppe beim Tanz |
![]() Honoratioren während der Feier |
Nach einigen Verzögerungen konnte im Oktober endlich die sechste Gesundheitsstation in der Diözese Umuahia eingeweiht werden. Zum ersten Mal arbeiten dort keine Ordensschwestern, sondern Laienkrankenschwestern. Sie wohnen im Augenblick noch im Dorf Umuhu, hoffen aber darauf, dass wir in der Lage sein werden, ein Schwesternwohnheim mit zu finanzieren. Da das BMZ dieses Wohnheim nicht subventioniert, hoffen wir auf Spenden oder Sonderaktionen des ÖWK, um einen solchen Bau ermöglichen zu können. Ca. 18.000 Menschen waren bis jetzt im Umkreis von Umuhu Ezechi ohne jegliche Basisgesundheitsfürsorge. Die Bevölkerung hat mit Begeisterung die Eröffnung dieser Gesundheitsstation begrüßt.
Schwesternwohnheim nimmt Gestalt an
Baustelle des Schwesternwohnheimes 2008 | ||
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Vor kurzem erreichten uns diese drei Bilder aus Nigeria. Dank Ihrer Spendenfreude hat der Bau des Schwesternwohnheims begonnen. Das Gebäude wird die Auslastung der Station weiter verbessern, denn sobald es fertig ist, werden die Schwestern einziehen und können dann auch über Nacht Patienten betreuen.
Frühjahr 2009: Das Dach des Schwesternwohnheimes in Umuhu Ezechi ist fertig.