30.12.2009
Inhalt:
In einem Gespräch des EWK mit Dr. Lucius Ugorji, dem Bischof von Umuahia/Nigeria, über ein gemeinsames Partnerschaftsprojekt nannte Bischof Lucius als dringlichste Aufgabe die medizinische Grundversorgung der Landbevölkerung im Hinterland seiner Diözese.
Im Stadtgebiet von Umuahia mit einer ständig wachsenden Bevölkerung leben über 80.000 Menschen. Neben einigen kleinen privaten Krankenhäusern, in denen die Behandlungskosten für die meisten Menschen unbezahlbar sind, gibt es nur ein staatliches Krankenhaus, das zudem auch noch schlecht funktioniert.
Die Situation in den ländlichen Gebieten ist noch schlimmer. Dort gibt es kaum medizinische Einrichtungen und Transportmöglichkeiten für die Schwerkranken. Letztere werden viele Kilometer von den Angehörigen getragen auf der Suche nach medizinischer Hilfe. Deshalb wurde 1991 in Abstimmung mit dem Bischof als Erstes das Projekt "Klinikmobil" in Angriff genommen. In Umuahia wurde ein One-World-Circle (OWC) gegründet, der als Ansprechpartner für den EWK St. Nikolaus Wolbeck fungiert.
Um die Arbeit des mobilen Gesundheitsdienstes effektiver zu gestalten, planten der EWK St. Nikolaus Wolbeck und der One-World-Circle Umuahia, nach und nach in den fünf größeren Behandlungsorten Gesundheitsstationen zu errichten.
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Dieses Projekt entstand nach einem Besuch eines Mitgliedes des EWK, Günther Stemmer, in Nepal und ausführlichen Gesprächen innerhalb des EWK und der Gemeinde St. Nikolaus Wolbeck. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der "Nepalhilfe Haribol", einem Unterstützerkreis der besonders in Tuttlingen und der Umgebung von München aktiv ist.
Die schlechte schulische Ausbildung der Kinder in abgelegenen Gebieten Nepals ist ein grosses Problem. Ziel ist es, zunächst wenigstens an einem Ort, der Region um Bela, zu einer Verbesserung der Situation beizutragen, indem ein Schulzentrum mit einer Primary School und einer Secondary School gebaut werden.
Der Ansprechpartner vor Ort ist der Verein HEFA (Health and Education for All).
Biogas ist ein sehr großes Thema in Nepal. Der Staat hat im Jahr 2003 die Hilfsorganisationen dazu aufgefordert, verstärkt den Bau von Biogasanlagen zu fördern, weil dadurch eine Vielzahl von Problemen gelöst werden können. Durch verschiedene Informationskampagnen ist die Bevölkerung sehr gut über Biogas informiert und hat keinerlei Vorbehalte. Die Anlagen sind auf den Eigenbedarf eines Haushaltes zugeschnitten. Es sind insgesamt 150 Anlagen für den Ort Bela geplant.
Im Frühjahr 2008 genehmigte die Mitgliederversammlung des Ökumenischen Eine-Welt-Kreises St. Nikolaus Wolbeck e.V. das neue Biogasanlagenprojekt in Nepal. In einem ersten Schritt werden in einigen Dörfern insgesamt 335 Anlagen nach bewährten Muster gebaut.
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Die Unterstützung für den Calvary Chapel Trust (CCT) wurde im Jahre 2004, als aus dem EWK (Eine-Welt-Kreis) der ÖWK (Ökumenischer-Eine-Welt-Kreis) wurde, begonnen. Es ist das erste Gemeinschaftsprojekt mit der Evangelischen Kirche Wolbeck. Unser Ansprechpartner vor Ort ist Pastor Lamech Gunasekaran, ein Mitglied der CCT. Der CCT arbeitet in vielen Bereichen mit und für die Ärmsten der Armen. Seit Beginn der 90er Jahre unterhält die evangelische Gemeinde Beziehungen mit dem Patensohn von Ulrich Zurmühl und fördert mit Einzelfallhilfen und Patenschaften die Gemeinde vor Ort in Bangalore. Ein Kinderheim, das "Home of Hope" wurde ebenfalls finanziert.
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Zur Verbesserung des Bildungswesens in der Diözese Ahiara im Süden Nigeria wird in Trägerschaft des ÖWK eine Junior Secondary School errichtet. Angesichts weniger staatlicher Schulen bleibt der Schulbesuch vielfach nur Kindern aus reicheren Familien vorbehalten, die zu den wenigen teuren Privatschulen gehen. Das Projekt hat das Ziel, besonders den Kindern aus sozial schwachen Familien das Bildungsniveau einer Junior Secundary School anzubieten, um für die Kinder bessere Voraussetzungen für ihre berufliche Zukunft und somit Existenz zu bieten.
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Schon im Jahre 2005 erreichte uns aus dem Dorf Bhakundebesi/Nepal ein Hilferuf. Das dortige Schulzentrum musste unbedingt erneuert werden. Ziel der Maßnahme ist es, mit diesem Projekt innerhalb von 2 Jahren das Schulzentrum mit 22 Räumen nebst Innenausstattung bei laufendem Unterrricht neu zu errichten, da das alte Gebäude nicht saniert werden kann. Wir wollen damit erreichen, dass das einzige Schulzentrum im Einzugsbereich von bis zu 8 km mit der Zeit neu entsteht, damit die Kinder auch in Zukunft dem staatlich vorgeschriebenen Schulbesuch nachkommen können. Unsere Partrnerorganisation "Health and Education for all" (HEFA) wird den Schulbau in Bhakundebesi ausführen.
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Neben einem grossen eigenen Spendenaufkommen, ohne das wir gar nichts leisten könnten, konnten für beide Projekte in Deutschland kompetente Partner gewonnen werden:
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1. BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit) |
Aufgaben und Aufbau des BMZ
Das BMZ ist zuständig für die Planung und Umsetzung der Entwicklungspolitik der Bundesregierung. Seine Aufgaben konzentrieren sich auf folgende Bereiche:
- Mitgestaltung globaler Rahmenbedingungen
- Entwicklung bilateraler und multilateraler Förderstrategien und Unterstützung von Entwicklungsprogrammen und -projekten der Partnerländer
- Förderung der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit nichtstaatlicher Organisationen
- Erfolgskontrolle und Kontrolle der Mittelverwendung.
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2. Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit |
bengo (Beratungsstelle für "Non-government-organisations") arbeitet seit 1988 für private Träger, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit engagieren. bengo wurde auf Initiative von Nichtregierungsorganisationen und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gegründet. Ziel ist, den Umgang mit öffentlichen Fördermitteln zu erleichtern und in Fragen der Entwicklungszusammenarbeit zu beraten. Dabei arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter praxisorientiert. Die Beratung ist kostenlos. Der Deutsche PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Gesamtverband e.V., einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, ist Träger der Beratungsstelle, die vom BMZ finanziert wird.
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3. Misereor |
Misereor ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland für die Entwicklungszusammenarbeit mit den Armen in den Ländern des Südens.
Wir vertrauen dabei auf die Kraft der Menschen in den Entwicklungsländern, an der Lösung ihrer Probleme selbst mitzuarbeiten. Deshalb orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Armen, setzen auf die Energie und Kompetenz der Betroffenen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Der Mensch steht im Mittelpunkt, unabhängig von Religion, Geschlecht und Nation.
Misereor setzt sich ein für eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.
Misereor unterstützt auch einzelne Projekte.